Quick Response Manufacturing - QRM

Quick Response Manufacturing (QRM) ist eine umfassende Strategie, die darauf abzielt, die Reaktionsfähigkeit von Organisationen auf Marktanforderungen zu verbessern. In einer Welt, die von Dynamik und raschem Wandel geprägt ist, bietet QRM einen ganzheitlichen Ansatz, um Betriebsabläufe agiler und effizienter zu gestalten. Die Grundprinzipien von QRM sind darauf ausgerichtet, die Durchlaufzeiten in sämtlichen Unternehmensbereichen zu minimieren, wobei der Fokus auf zeitbasierter Konkurrenz, Flexibilität und kontinuierlicher Verbesserung liegt. Darüber hinaus erstreckt sich QRM auf administrative und unterstützende Funktionen mit dem Konzept des "Office QRM", das dieselben Prinzipien auf Büroprozesse anwendet.

QRM

  • ist eine unternehmensweite Wachstumsstrategie in einer sich schnell wandelnden Zeit
  • eignet sich besonders für eine Umgebung "High-Mix-Low-Volume"
  • nutzt den Erfolgsfaktor Zeit als entscheidenden Wettbewerbsvorteil
  • ist anwendbar für Handel, Dienstleister und produzierende Unternehmen

QRM - vier Kernprinzipien zum Erfolg


  • Die Bedeutung der Zeit
  • Die Organisationsstruktur
  • Die Systemdynamik
  • Die unternehmensweite Anwendung


Die unternehmensweite Anwendung

In der unternehmensweiten Anwendung ist QRM die Strategie für Wachstum und einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. In der Umsetzung der Kernprinzipen findet eine deutliche Stärkung des "Wir-Gefühls" bei den Mitarbeitenden statt. Erfolgreiche Mitarbeiter sorgen für ein erfolgreiches Unternehmen. 


Die Bedeutung der Zeit

QRM erkennt an, dass Zeit in der heutigen Geschäftswelt eine kritische Ressource ist. Die Minimierung der Durchlaufzeiten über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg steht im Mittelpunkt der QRM-Philosophie und ermöglicht es Unternehmen, schnell auf veränderte Kundenanforderungen zu reagieren.

Zeit als Wettbewerbsvorteil

Dabei ist die MCT ein Werkzeug, das bei der Betrachtung des Wertstromes den Fokus auf die Zeit richtet. Auf die Zeit, in der mit dem Auftrag nichts passiert, der Liegezeit. Projekte in allen Unternehmen zeigten, dass das Verhältnis zwischen Produktivzeit und Liegezeit im Durchschnitt 5/95 ist, wobei der WIP hier ein wesentlicher Indikator ist.


Organisationsstruktur

Die Ausrichtung der Organisation folgt einer modernen und durchgängigen Zellenstruktur auf agiler Basis. Leadership und Ownership sind zwei Schlagworte dazu.
QRM definiert "VUCA" - Leadership so

V = Vision
U = Understanding
C = Clarity
A = Agility 


Zellulare Organisation

QRM legt Wert auf die Einrichtung von Fertigungszellen, in denen funktionsübergreifende Teams eng zusammenarbeiten. Dies fördert die Zusammenarbeit, reduziert Kommunikationsverzögerungen und erhöht die Flexibilität. Dies beinhaltet die Reduktion von Schnittstellen, der Identifizierung und Behebung von Engpässen, Einschränkungen und Abhängigkeiten um den Material- und Informationsfluss zu optimieren.


Systemdynamik

In den 1950 er Jahren entwickelte Jay Forrester die Methodik zur ganzheitlichen Analyse und (Modell-) Simulation komplexer und dynamischer Systeme. 1961 hat John Little in einem Aufsatz die Belastbarkeit von "Littles Law", der Warteschlangentheorie, nachgewiesen. Die Systemdynamik, die durch John Kingman wesentlich mitentwickelt wurde, bildet die mathematische Grundlage, um Entscheidungen für die optimale Steuerung und Organisation im Unternehmen zu treffen.


POLCA

POLCA - eine der wesentlichen QRM-Methoden


POLCA ist ein einzigartiges Produktionskontrollsystem innerhalb von QRM. Es verwendet visuelle Kapazitätskarten, um die Freigabe von Aufträgen innerhalb der Produktion zu steuern. POLCA sorgt für eine ausgeglichene Auslastung in den Zellen, und dadurch einen niedrigen WIP. POLCA funktioniert als reines Pullsystem zwischen den einzelnen Zellen.